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Non Performing Loans Zwangsversteigerungen, was kommt auf uns zu?

Im abgelaufenen Jahr haben sich einige Banken mit größeren Beständen an notleidenden Immobilien von größeren Paketen (zusammen über ? 10 Milliarden) dieser Non Performing Loans getrennt und dieselben an Investoren aus dem angelsächsischen Raum veräußert. Letztere haben einschlägige Erfahrung in Italien, China, Japan usw. gemacht, Non Performing Loans in Performing Loans umzuwandeln und gut dabei zu verdienen. Bei den deutschen Bankinstituten soll sich dafür deren Rating für 2006 zum Guten wandeln.

Immobilien zur Selbstnutzung finden den Weg leichter zu neuen Eignern über die Zwangsversteigerung und sind weniger problematisch. "Gewerbe und Rendite" in den Zwangsversteigerungsmarkt, mit Schwerpunkt im Osten. Sie machen knapp 30% der anberaumten Termine aus. Sie sind wegen der östlichen Wirtschaftslage schwer vermietbar, nicht selten sanierungsbedürftig und daher nur zu Zuschlagspreisen abzusetzen, die den Käufern eine Kalkulation mit günstigen Mieten erlauben.

Jeder dritte Zwangsversteigerungstermin war ein Wiederholungstermin, also ein Termin ohne geringstes Gebot (30.400 der insgesamt 92.600 Termine). Viele dieser Objekte wurden zu teuer produziert oder (in der Wende-Euphorie) mit zu großen Erwartungen (steuerlich oder spekulativ) zu teuer erworben. Bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern gab es erheblich weniger Wiederholungstermine.

Immobilien zur privaten Nutzung (Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen) machen zusammen etwa 63,6 % der Termine aus. Der Rest verteilt sich auf die Gruppen Mehrfamilien-, Wohn- und Geschäftshäuser sowie Gewerbeobjekte (zusammen knapp 28,4%). Der Rest sind Grundstücke (ca 5,9 %) und sonstige Immobilien (um 2,1%) wie Garagen, Wochenendhäuser, auch ein paar Schiffe und Flugzeuge, die wegen Überschuldung der Eigner an der Kette liegen.

Der Anstieg wird sich in der zweiten Jahreshälfte in den alten Ländern wahrscheinlich weiter abschwächen. In den Neuen Ländern wird man sich jedoch eine Zeit lang regional auf Zunahme einstellen müssen. Sie werden in der wirtschaftlichen Entwicklung dem Trend nicht folgen können und deshalb weiterhin einen Anstieg zu verzeichnen haben.

Argetra GmbH, VIZ®-Jahresbericht 2005