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Zwangsversteigerungen 2009Wertverfall im Osten gestoppt

In den deutschen Amtsgerichten wurden im Jahr 2009 über 86.000 Zwangs­versteigerungs­termine mit einem Verkehrswert von über 15,11 Mrd. € anberaumt.

Im Jahr 2009 ging die Zahl der anberaumten Zwangsversteigerungstermine bei den deutschen Amtsgerichten um 2,0% zurück. Sondersituation Berlin: aufgrund der starken Immobiliennachfrage sanken die Zwangsversteigerungstermine sogar um fast 17%. Der Werteverfall im Osten scheint endlich gestoppt.

Entwicklung Zwangsversteigerungen - 1998 bis 2009

Statistik: Entwicklung Zwangsversteigerungen

Die Zahl der Zwangsversteigerungstermine im Jahr 2009 ist gegenüber dem Vorjahr um 2,0% auf 86.617 Termine gesunken. Die Anzahl der gerichtlich anberaumten Termine bewegt sich noch immer auf hohem Niveau. Die Summe der amtlich festgesetzten Verkehrswerte ist mit 15,11 Mrd. € beziffert und verzeichnet gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2008 einen Rückgang von 285,1 Mio. € bzw. 1,8%.

Zwangsversteigerungstermine nach Bundesland - 2009 gegenüber 2008

Bundesländer mit zunehmenden Zwangsversteigerungen liegen in der Mitte und im Norden der Republik: Hessen und die Saar, Schleswig und Hamburg. Wenn sich die schwächelnde Konjunktur weiter fortsetzt, bleibt ein Anstieg der Zwangsversteigerungen unausweichlich. Dies wird frühestens 2010 spürbar.

Statistik: Zwangsversteigerungstermine nach Bundesland

Summe der Verkehrswerte im Jahr 2009

Die Summe der amtlich festgesetzten Verkehrswerte der Immobilien, die in der Bundesrepublik zur Zwangsversteigerung anstanden, ist im Jahr 2009 um 1,85% auf 15,11 Mrd. € zurückgegangen (2008: 15,40 Mrd. Euro).
Ausnahmen bilden hier die vier Bundesländer Hamburg, Bremen, Baden-Württemberg, Saarland und Sachsen-Anhalt. Die Verkehrswerte, die in den neuen Bundesländern angesetzt werden, liegen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Situation und Ausblick auf das Jahr 2010

Besonders den jungen Ländern scheint die Akzeptanz der Immobilie besonders gewachsen zu sein, weil hier durchweg eine überdurchschnittliche Abnahme der ZV-Termine festzustellen ist. Besonders unsere Hauptstadt Berlin mit minus 16,6% zeichnet sich aus durch eine starke Nachfrage nach den eigenen 4 Wänden. Wenn man allerdings die Zahl der Zwangsversteigerungstermine auf 10.000 Einwohner bezieht, (Bundesrepublik ca. 100 Termine auf 10.000 EW), so liegen die neuen Länder noch immer deutlich vorn.

Wenn im neuen Jahr die Wirtschaft wieder anzieht und die Zahlen sich ähnlich darstellen wie in 2009, so hat der Arbeitnehmer als Besitzer seines Häuschens oder seiner Eigentumswohnung allenfalls ein paar Abschürfungen, nicht aber den Verlust seines geliebten Eigentumes davongetragen. Wenn es in 2010 mit der Wirtschaft aufwärts geht, dürfte die Zahl der Zwangsversteigerungen getrost nach unten zeigen.