Immobilien-Versteigerungen.de

Das Portal rund um Zwangsversteigerungen und Immobilienrecht


Nützliche Informationen zur Finanzierungsstrategie und Recht finden Sie unter Immobilien und Recht.

Zwangsversteigerungen 2010Anzahl Versteigerungstermine sinkt, Verkehrswerte niedriger

In den deutschen Amtsgerichten wurden im Jahr 2010 über 82.000 Zwangs­versteigerungs­termine mit einem Verkehrswert von über 13,62 Mrd. € anberaumt.

Im Jahr 2010 ging die Zahl der anberaumten Zwangsversteigerungstermine bei den deutschen Amtsgerichten um 5,1% zurück. Bundesländer mit zunehmenden Zwangsversteigerungen liegen in der Mitte und im Norden der Republik: Saarland und Bremen.

Entwicklung Zwangsversteigerungen - 1999 bis 2010

Statistik: Entwicklung Zwangsversteigerungen

Die Zahl der Zwangsversteigerungstermine im Jahr 2010 ist gegenüber dem Vorjahr um 5,1% auf 82.208 Termine gesunken. Die Anzahl der gerichtlich anberaumten Termine bewegt sich noch immer auf hohem Niveau. Die Summe der amtlich festgesetzten Verkehrswerte ist mit 13,62 Mrd. € beziffert und verzeichnet gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2009 einen Rückgang von 148,5 Mio. € bzw. 9,8%.

Zwangsversteigerungstermine nach Bundesland - 2010 gegenüber 2009

Bremen ist top bei der Zunahme von Zwangsversteigerungen (+28,4%), Bayern bei der Abnahme (-11,5%).

Die neuen Länder sind - zumindest in der Betrachtung der absoluten Zahlen - nicht mehr die Spitzenreiter in der Zwangsversteigerungs-Statistik. Der rückläufige Trend stabilisiert sich. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt sich ein Minus von 6,2%.

Bemerkenswert ist die Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern mit minus 10,5% und in Brandenburg mit minus 8,6%. Dieser Rückgang ist jedoch nur relativ. Betrachtet man die Anzahl der Termine pro 100.000 Einwohner, dann ist die Zahl der anberaumten Zwangs­versteigerungs­termine zum Beispiel in Sachsen trotz eines Rückgangs von 3,2% noch immer vier Mal so hoch wie in Baden-Württemberg.

Statistik: Zwangsversteigerungs­termine nach Bundesland

Summe der Verkehrswerte im Jahr 2010

Die Summe der amtlich festgesetzten Verkehrswerte der Immobilien, die in der Bundesrepublik zur Zwangs­versteigerung anstanden, ist im Jahr 2010 um 9,8% auf 13,62 Mrd. € zurückgegangen (2009: 15,11 Mrd. Euro). Eine Ausnahmen bildet hier nur das Bundesland Bremen.

Die Verkehrswerte im Durchschnitt pro Versteigerungstermin sind ebenfalls überwiegend, zum Teil deutlich, zurückgegangen (siehe Verkehrswerte).

Situation und Ausblick auf das Jahr 2011

Der Rückgang der Zwangsversteigerungen ist in fast allen Bundesländern festzustellen. Wenn man allerdings die Zahl der Zwangsversteigerungstermine auf 100.000 Einwohner bezieht, (Bundesrepublik ca. 100 Termine auf 100.000 EW), so liegen die neuen Länder noch immer deutlich vorn und es wird Jahre dauern, bis sich das ausgewachsenen haben wird. Sachsen hat beispielsweise vier Mal mehr Termine auf 100.000 EW als Baden-Württemberg.

Die Prognose aus 2009 hat sich bestätigt: Die Zahl der Zwangsversteigerungen zeigt im abgelaufenen Jahr deutlich nach unten. Wir verzeichnen eine Abnahme der Zwangsversteigerungen in allen deutschen Bundesländern (außer in Bremen) Es gibt keinen besseren Indikator als die neue Situation in der Zwangsversteigerung dafür, dass die Immobilie in der Akzeptanz der Deutschen wieder eine deutliche Rolle spielt. Makler klagen bereits, zu wenige Objekte im Angebot zu haben.

Sicherlich wird sich im Jahr 2011 bei anhaltender Konjunktur die Situation weiter normalisieren. Rückgang der Arbeitslosigkeit geht einher mit dem Rückgang der Zwangsversteigerungen.